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Panose

Es gibt verschieden Ansätze, lateinische Schriften zu klassifizieren. Die DIN 16518 regelt dies in Deutschland. In der digitalen Welt ist die Klassifizierung nach dem Panose-System verbreitet, nicht zuletzt, weil Microsoft es zur Definition der Font-Ersetzung in den Betriebssystemen nutzt.Anfang der neunziger Jahre kaufte Microsoft die Firma Elseware, die kurz zuvor das Panose-System entwickelt hatte. Dieses ordnet jedem Font eine zehnstellige Nummer zu, wobei der Wert jeder Stelle eine bestimmte Eigenschaft des Fonts widerspiegelt:
1. Schriftart.
2. Serifenform.
3. Gewicht von Light bis Extra Black.
4. Proportionen, etwa kondensiert, expandiert, monospaced.
5. Kontrast - die Strichstärkenvariation gemessen am Buchstaben 0.
6. Stroke Variation - beschreibt, wie sich die Strichstärke bei vorhandenem Kontrast ändert.
7. Arm Style - beschreibt diagonale Balken und die Abschlüsse offener runder Formen.
8. Buchstabenform - Maß für die Buchstabenrundungen, unterteilt nach aufrechten und kursiven Typen.
9. Mittellinie - charakterisiert die Lage der mittleren waagerechten Balken, zum Beispiel im E und A.
10. X-Höhe.
Messungen ausgewählter Buchstaben ergeben die Werte, aus denen sich bestimmte Verhältnisse ableiten lassen, die den Wert der entsprechenden Panose-Zahl festlegen. Je weniger der Wert der Panose-Nummern differiert, um so ähnlicher sind die Fonts.


Quelle

Haberbeck

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