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Nachhaltigkeit – 10.06.2022, 14:21 Uhr

Ministerin von Thüringen Anja Siegesmund informiert sich über den Fortschritt der Dekarbonisierung des Koehler Paper Werks in Greiz

Die grüne Ministerin für Umwelt, Energie und Naturschutz, Anja Siegesmund besuchte das Greizer Koehler Paper Werk. Sie informierte sich über den Fortschritt der Dekarbonisierung am thüringischen Koehler-Standort in Greiz.

Aktuell stellt der Koehler Paper Standort Greiz sein Kraftwerk von Braunkohlestaub auf den Brennstoff Holzfeinfraktion um. Den Experten von Koehler Renewable Energy, die auch zur Koehler‐Gruppe gehören, ist es gelungen, ein innovatives Verfahren zu entwickeln, bei dem jetzt ein Biomassesortiment als Brennstoff in dem vorhandenen Kohlekraftwerk genutzt wird, das bisher so noch nicht zum Einsatz kommt. Das ist eine Innovation am Markt. Durch die Umstellung von Braunkohle auf Holzfeinfraktion können am Standort Greiz mehr als 24.000 Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr eingespart werden. Die gesamte Umstellung lässt sich die Koehler-Gruppe 6,5 Millionen Euro kosten. „Mit der Investition in die Kraftwerkumstellung unterstreicht das Unternehmen wieder einmal, dass die nachhaltige Ausrichtung nicht bei nachhaltigen Produkten endet“, so Udo Hollbach, Geschäftsführer am Koehler Paper Standort in Greiz.

Versprechen 2030: Mehr Energie aus erneuerbaren Quellen als für die Produktion notwendig

Die Umstellung ist Teil der Klimastrategie der Koehler-Gruppe. Koehler hat es sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2030 mehr Energie mit eigenen Anlagen aus erneuerbaren Quellen zu produzieren, als für die Papierproduktion benötigt wird. Dafür investiert das Unternehmen weiter in Biomasse-Heizkraftwerke, Windparks, Wasserkraft und Solarenergie. Anja Siegesmund zeigte sich begeistert von der nachhaltigen Unternehmenspolitik.

Da für den Prozess der Papierverarbeitung und -trocknung große Mengen an Energie notwendig sind, wurde im Jahr 2010 ein eigenes Heizkraftwerk am Koehler-Standort in Greiz in Betrieb genommen. Dieses hat eine Feuerungswärmeleistung von 16,7 MW und erzeugt je nach Bedarf bis zu 19 Tonnen Dampf sowie Strom zur Versorgung der Produktion. Als Brennstoff wird bislang Braunkohlestaub verwendet. Sieben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen rund um die Uhr für einen reibungslosen Heizkraftwerksbetrieb.

Bei einem Rundgang durch den Standort machte sich die Ministerin einen Eindruck vom Baufortschritt, sowie von der Produktion. Neben einer erstklassigen Altpapieraufbereitung bietet das Werk auch eine hochentwickelte Färbetechnologie, die es erlaubt, Recyclingpapiere in einer einzigartigen farblichen Vielfalt und Qualität herzustellen. So tragen in Greiz hergestellte Produkte unter anderem das Umweltzeichen „Blauer Engel“ sowie das EU Ecolabel.


Die Ministerin für Umwelt, Energie und Naturschutz von Thüringen, Anja Siegesmund, informierte sich über den Fortschritt der Dekarbonisierung am Koehler Paper Standort Greiz. Sie zeigte sich begeistert von der Investition in den Koehler Standort und von der nachhaltigen Unternehmenspolitik – Anja Siegesmund von den Grünen, sowie Alexander Schulze (Mitte links, Bürgermeister Stadt Greiz), die von Udo Hollbach (Mitte rechts, Geschäftsführer Koehler Paper Standort Greiz), sowie Jens Kriete (links, Nachhaltigkeitsmanager, Koehler-Gruppe) durch das Werk in Greiz geführt wurden.
Quelle: Koehler-Gruppe

Weitere Informationen: https://www.koehler.com

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