Medien

Seit der Einführung der Compact Disc vor fast 30 Jahren hat sich im Breich der optischen Speichermedien sehr viel getan. Man entwickelte die Speicherkapazität der CD-ROM weiter und erhielt die DVD. Nach kurzer Zeit wurde jedoch der Bedarf an Speicherplatz auf optischen Medien noch größer und die Blu-ray Disc kam auf den Markt. Mit diesem nächsten Schritt stand ein Speichermedium mit bis zu 50 GB und einer vierfach schnelleren Speicher- und Leserate zur Verfügung. Parallel hierzu entwickelten sich die Speichermedien USB-Stick und die neue Solid State Discs (SSD). Hierbei handelt es sich um Lösungen, die ohne bewegte Teile auskommen und daher besonders klein und zuverlässig sind.

CD-ROM

Aus Polycarbonat gefertigte CDs werden nach wie vor gerne für die Vervielfältigung von Daten genutzt. Sie sind die klassischen Lösungen für Musik, Software, Spiele, Kataloge, Lexika oder Präsentationen. Die Speicherkapazität reicht für 700 MB Daten oder für bis zu 80 Minuten Musik. Für kleinere Datenmengen genügen auch die portogünstig zu versendenden Mini-CDs. Diese haben statt eines Durchmessers von 12 cm lediglich einen von 8 cm und fassen bis zu 180 MB oder 21 Minuten Musik. Und für Visitenkarten ist die sogenannte Businesscard-CD eine Alternative. Letztere gibt es in zwei Versionen; auf die eine passt eine Datenmenge von 30 MB und auf die andere 100 MB.
CDs müssen nicht immer rund sein. Beinahe jede Form wie beispielsweise Handy, Herz, oder Banane lässt sich realisieren. Darüber hinaus können die beliebten Medien sogar durchsichtig sein. Freestyle-CDs sind beispielsweise nur teilmetallisiert, so dass die übrige Fläche mit Transparenz-Effekten gestaltet werden kann. Auch Veredlungen der Labels mit Duftlacken sind möglich, etwa für Weihnachts-CDs, die dann nach Zimt oder Bratapfel duften.
Design-CDs bieten dem Werbetreibenden die Möglichkeit, eine Botschaft zum Kunden nach Hause zu bringen. Durch die ungewöhnliche Form und Gestaltung wird schnell und effektiv Interesse und Aufmerksamkeit geweckt. Zu diesem Zeitpunkt bietet die CD allerdings dem Kunden noch keinen nennenswerten Mehrwert gegenüber einer interessant gestalteten Postkartensendung. Um die Kosten für Design-CDs zu rechtfertigen, muss der auf der CD vorhandene Content jenes Mehrwertversprechen einlösen, welches den Kunden letztendlich dazu bewegt, den Datenträger auch in den Computer einzulegen. Um dies zu erreichen, sollten die Daten wertvolle Informationen für den Kunden und nicht nur weitere Werbung enthalten. Diese Relevanz der enthaltenen Informationen sollte auf dem Datenträger selbst leicht ersichtlich sein.
Mit n-CD profitieren Käufer und Nutzer von zusätzlichen Bonusangeboten. Über die herkömmlichen Inhalte der Disc hinaus erhalten sie gleichzeitig einen exklusiven Zugriff auf Onlinematerial. Durch Gewinnspiele, Rabatte, VIP-Einladungen etc. besteht auch ein zusätzlicher Anreiz, eine Original-CD zu erwerben anstatt Kopien anzufertigen. Denn auf die Zusatzinhalte kann nur mit Originalen zugegriffen werden. Gewährleistet wird das durch die eindeutige, elektronisch lesbare Seriennummer pro Disc (Postscribed IDTM), die während des Produktionsprozesses angebracht und von CD-Laufwerken automatisch gelesen wird. In Kombination mit "Secure Web Link" – einem direkten und sicheren Link auf eine definierte Webseite – wird die Seriennummer online überprüft. Nach erfolgreicher Authentifizierung werden die Konsumenten automatisch auf eine frei definierbare Webseite geleitet. Auf Basis der Online-Registrierung bietet n-CD auch die Möglichkeit, wertvolle Kundendaten für ein zielgruppenspezifisches One-to-One-Marketing zu sammeln.
Weitere Wege, Design-CDs in die Unternehmenskommunikation einzubinden, sind jeweils die Verwendung bei Promotionaktionen am POS, als Einkleber in Magazinen oder als Inpack bzw. Onpack. Besonders bei Promotions ist zu beachten, dass die Information vom Kunden erst zu Hause abgerufen werden kann.

DVD

DVDs sind eine beliebte Lösung für größere Datenmengen. Mit 4,7 GB bietet zum Beispiel die DVD 5 siebenmal so viel Kapazität wie eine CD. Bei der DVD 9 handelt es sich um eine einseitig beschriebene Dual Layer Disc mit einem Datenvolumen von 8,5 GB. Bei der Videowiedergabe kann es aufgrund von Layerwechseln zu kurzen Bild- und Tonaussetzern kommen. Die DVD 10 ist im Grunde genommen eine DVD 5, bei der beide Seiten der Disc beschrieben werden können. So ergibt sich eine Gesamtdatenmenge von 9,4 GB. Hierfür muss die DVD allerdings ähnlich einer LP gewendet werden.
Aufgrund der Möglichkeit, Videodaten auch in relativ hohen Auflösungen auf der DVD speichern zu können, eignet sich das Medium besonders für Imagefilme zur Präsentation auf dem Notebook oder für Produktfilme, die am POS gezeigt werden. Die DVD lässt sich auch in kleinen Serien erfolgreich einsetzen.
Ähnlich wie bei den CDs gibt es auch bei den DVDs eine Businesscard-Variante. Mit ihren 80 x 57 mm hat sie ein ähnliches Format wie eine Papiervisitenkarte und weist links und rechts eine markante, runde Außenform auf. Im Gegensatz zu einer CD-Karte, die maximal 50 MB Daten speichern kann, ist die Businesscard-DVD in der Lage, in der DVD 9-Version bis zu 400 MB Daten zu transportieren – das entspricht in etwa einer Dreiviertelstunde an Videomaterial. Bei der DVD 5-Variante beträgt die maximale Kapazität 250 MB.

Blu-ray Disc

Neue Technologien schaffen neue Möglichkeiten. In gewohnter DVD-Qualität fasst eine Blu-ray Disc mehr als zwölf Stunden Videomaterial. Vor allem zum Sichern großer Datenbestände eignet sich die blaue Scheibe mit bis zu 50 GB Speicherkapazität bei Dual Layer Discs bzw. 25 GB bei Single Layer Discs.
Die Blue-ray-Disc ist mobil, sicher und eine kostengünstige Variante der Datenarchivierung. Die im Vergleich zur DVD etwa viermal so hohe Datenrate von 36 Mbit/s (ca. 4,5 MB/s) sorgt für eine gute Performance. Möglich ist dies, da die innovative Schreibschicht besonders sensibel ist. Das namengebende blaue Licht des Lasers ist zudem kurzwelliger und damit fünfmal feiner als das rote Signal des DVD-Lichtstrahls. In Sachen Kopierschutz sorgt eine spezielle Identifikationsnummer für mehr Sicherheit als bei herkömmlichen DVDs.

USB-Speicherstick

Der Flash-Speicher eines USB-Sticks mit soliden Kapazitäten von derzeit bis zu 128 GB ist klein, leicht und vor allem gut zu transportieren. Die Sticks sind mit jedem aktuellen Computer zu verwenden und funktionieren überall problemlos, weil keine Treiber benötigt werden und sie durch den USB-Anschluss vom jeweiligen Rechner aus direkt mit Strom versorgt werden.
Da sich das Innenleben aller USB-Sticks nahezu bis aufs Detail gleicht, sind die eigentlichen Unterscheidungskriterien die tatsächlich gelieferte Leistungsfähigkeit, wie zum Beispiel die Lese- und Schreibgeschwindigkeit, sowie die Kapazität. Dank immer größerer Speicherkapazität lassen sich problemlos ganze Datenbestände, Prospektserien, Filme, Kataloge, Fotoalben oder Musiksammlungen unterbringen. Selbst Betriebssysteme für Windows- und Apple-Rechner funktionieren direkt vom Stick aus. Zahlreiche Softwareanbieter haben deswegen spezielle Versionen im Angebot, die sich ohne Installation direkt vom Stick aus starten und bedienen lassen. Allerdings steckt in einem USB-Stick nicht unbedingt auch das an Leistung drin, was vom Hersteller versprochen wird und von außen lesbar ist. Es gibt USB-Sticks, die durch geschickte Programmierung im Dateisystem eine größere Kapazität anzeigen als tatsächlich vorhanden ist. Hier helfen nur sorgfältige Qualitätschecks bei seriösen, zertifizierten Lieferanten.
Die USB-Sticks unterscheiden auch durch verschiedenste Materialien wie Kunststoff, Metall, Leder oder Holz. Es gibt USB-Speichersticks in unzähligen Varianten, Farben und Größen. Die Möglichkeit, USB-Sticks in Sonderformen zu produzieren, erweitert die Vielfalt der Speichermedien zusätzlich. So sind beispielsweise Sticks mit integriertem Kugelschreiber, als Kette oder Armband, als Modellflugzeug, Armbanduhr oder in verschiedenen natürlichen Varianten aus Holz oder Bambus erhältlich.
Als Give-away sind die Sticks ein ideales Geschenk für Messe- oder Kongressbesucher. Ergänzt mit schreibgeschützten Unternehmensinfos oder Weblinks fungieren Sie als interaktives Werbemedium. Als Zugangsschlüssel für einen PC oder bestimmte Anwendungssoftware sichern sie limitierte Zugangsrechte.

Pflege der Medien

Kratzer auf der Unterseite von CD-ROMs sind ärgerlich, lassen sich mit den richtigen Hilfsmitteln aber leicht wieder entfernen. Wirkliche Probleme bereiten dagegen Beschädigungen der bedruckten Oberseite. Hier sind CDs am empfindlichsten, denn unter dem Etikett befinden sich ein Lacküberzug und der aufgedampfte, dünne Aluminiumfilm, der als Reflexionsschicht für den Laser dient. Schon bei einem leichten Kratzer kann man durch die CD "hindurchschauen". Das bedeutet, dass auch der von unten kommende Laser-Lichtstrahl an dieser Stelle nicht mehr reflektiert wird. Die CD kann nicht mehr gelesen werden. Aus diesem Grund sollten CDs nur mit geeigneten lösungsmittelfreien Filzstiften beschrieben und geschützt aufbewahrt werden, vorzugsweise in Plastikhüllen und hochkant wie Bücher. Des Weiteren haben mehrere Untersuchungen eindeutig ergeben, dass Klebstoff die empfindlichen Oberflächen nachhaltig angreifen kann. Nach wenigen Jahren sind die Daten dann nicht mehr lesbar. Von unten dagegen werden die Daten durch eine relativ dicke Polycarbonat-Schicht geschützt. Oberflächliche Kratzer lassen sich mit geeigneten Mitteln wie CD-Repair-Pasten oder speziellen Poliergeräten entfernen.
Selbstgebrannte CD-Rs und CD-RWs haben eine weitere besonders empfindliche Stelle. Während die Informationen bei industriell gefertigten, gepressten CDs als Vertiefungen und Erhebungen im Trägermaterial gespeichert sind, übernimmt bei Rohlingen ein lichtempfindlicher, organischer Farbstoff diese Aufgabe. Dessen Eigenschaften werden durch den Brennvorgang so verändert (Hell-Dunkel-Kontraste), dass die "gebrannten" Stellen den Erhebungen, den sogenannten Pits, ähneln. Deshalb sind CD-Rs und CD-RWs besonders licht- und temperaturempfindlich. Selbstgebrannte Scheiben sollten auf jeden Fall möglichst dunkel gelagert und auf keinen Fall der prallen Sonne ausgesetzt werden.
Blu-ray Discs und DVDs sind generell unempfindlicher gegen Kratzer auf der Oberseite, weil unter dem Label zunächst eine Polycarbonat-Schicht liegt. Erst darunter befindet sich der sensible Aluminiumfilm. Die eigentliche Speicherschicht ist also komplett von Plastik umschlossen.

Packaging

Verpackungen müssen in erster Linie dafür sorgen, dass die wertvollen Daten sicher beim Empfänger ankommen. Insbesondere Mailings profitieren in besonderem Maße von schützenden wie ansprechenden Verpackungen, da sich die höheren Kosten einer Sendung, welche digitale Medien beinhaltet, nur dann lohnen, wenn der Empfänger die Inhalte auch tatsächlich rezipiert.
Im Bereich Multimedia ist die Verpackung aber nicht nur die Hülle, die das Produkt schützt. In der Regel bleibt sie im Büro oder im häuslichen Regal dauerhaft in Verwendung. Das eröffnet Potenziale für das Marketing. Beispielsweise ist das Digipac eine rundum bedruckbare Kartonlösung, die schon in der kleinsten Variante die Werbefläche eines DIN A4-Blattes bietet.
Mit dem Einsatz der richtigen Hülle werden darüber hinaus Wert und Inhalt kommuniziert. Vor allem Karton und Papier bieten zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten, welche sich mit Standardverpackungen nicht realisieren lassen. Aufgrund der vielfältigen Falt- und Bedruckungsmöglichkeiten können zudem bequem Zusatzinformationen transportiert werden. In der Kommunikation können so interessante neue Formen der Ansprache gefunden werden, welche schon mit der Verpackung den Bezug zu einem Produkt herstellen und zusätzliche Aufmerksamkeit erregen. Sogenannte Design-Packagings stellen zudem einen Mehrwert dar. Verpackungsvarianten, mit denen man eine CD auch mal durch die Gegend werfen kann, oder ein Tray, das sich wie eine Schublade ausfahren lässt, wenn an der entgegengesetzten Seite gezogen wird, sind Beispiele für aufmerksamkeitssteigernde wie sichere Verpackungstechniken.
Die Palette der Verpackungsarten ist genauso groß wie ihre Anwendungsmöglichkeiten. Wer sich in diesem Markt eine Nische suchen will, muss die Standards beherrschen. Im Laufe der Zeit haben sich Kunden daran gewöhnt, dass CDs in Jewelcases und DVDs in Keepcases präsentiert werden. Die Standardisierung kommt hierbei dem Handel ebenso zugute wie dem Konsumenten, da hierdurch eine bequeme und einheitliche Lagerung bzw. Präsentation ermöglicht wird. Folgende Verpackungsarten sind derzeit erhältlich:

Jewelcase

Jewelcases sind 142 mm breit, 125 mm hoch, 10 mm dick und bestehen aus einem Cover, welches gleichzeitig als Klappe fungiert. Das Cover aus durchsichtigem Kunststoff dient als Halter für ein Booklet. Die Rückseite des Covers besteht aus drei weiteren Teilen, dem durchsichtigen Kunststoffrücken, dem Inlay und dem Träger bzw. dem Tray. Auf dem Inlay wird in der Regel der Inhalt des Datenträgers kurz zusammengefasst, um eine spätere Zuordnung zu erleichtern. Das eigentliche Medium wird auf den Tray aufgesteckt und von diesem gehalten.
Ähnlich wie das Jewelcase sind Super-Jewelcase, CD-Single und Slimcase aufgebaut. Die CD-Single und das Slimcase unterscheiden sich lediglich durch ihre Tiefe von 7 mm und 5 mm vom Jewelcase. Das Super-Jewelcase dagegen ist ca. 5 cm höher und ähnelt dadurch eher einem Keepcase, das man vom DVD-Verkauf her kennt. Die Besonderheit beim Super-Jewelcase ist, dass sich zusätzlich zu den Stegen rechts und links die oberen und unteren Stege bedrucken lassen. Aufgrund der Ausklinkung der verstärkten Scharniere ist allerdings das Inlay ein wenig schmaler als bei dem normalen Jewelcase. Die Ecken sind abgerundet und die Scharniere verstärkt.

Keepcase / Amaray

Diese Verpackungsvarianten werden in der Regel für DVDs oder Videospiele verwendet. Bei der Entwicklung des Keepcase wurde versucht eine Verbindung zur Verpackung der VHS-Kassette herzustellen. Dem Konsumenten sollte durch die Hülle vermittelt werden, dass die DVD der Nachfolger der VHS ist. Dies erkennt man unter anderem an der Hülle, die nicht aus hartem sondern elastischem Kunststoff besteht. Mit einer Tiefe von 17 mm, einer Breite von 135 mm und einer Höhe von 190 mm sind Keepcases größer als das Jewelcase.
Das von außen sichtbare Cover bzw. die Inlaycard misst 273 x 183 mm. Im Inneren, am Deckel durch zwei Clips gehalten, ist in der Regel Platz für ein Booklet.
Die Verpackung für Blu-rays unterscheidet sich vom Keep Case lediglich durch ihre meist blau-transparente Farbgebung und ihre unterschiedlichen Abmessungen (170 mm Höhe, 135 mm Breite und 14 mm Tiefe). Der Einleger misst 270 x 150 mm. Booklets dürfen eine Größe von 120 x 150 mm nicht überschreiten. Über einen zusätzlichen Einleger kann das Fassungsvermögen auf bis zu drei Discs erhöht werden. Wer lieber eine schmalere Hülle möchte, kann auch zu einer 12,5 mm oder 11 mm tiefen Variante greifen.
Mehr Platz bieten High Definition Boxen. Die Länge und Breite beträgt auch hier 170 x 135 mm. Für das Fassungsvermögen von bis zu sechs Discs musste die Tiefe auf 20 mm erhöht werden. Einleger messen 278 x 148 mm. Für Booklets im Maß 146 x 118 mm sind zwei Halteklammern vorhanden. Des Weiteren ist das Keep Case oder Amaray erhältlich in einer Slim-Version mit einer Tiefe von 7 mm.

e-slimcase

Das e-slimcase, auch Kickout Case genannt, hat keine Klappe wie die gewöhnlichen Cases. Die CD oder DVD wird an der Stirnseite in die Kunststoffhülle eingeschoben und kann mittels eines Hebels wieder ausgeworfen werden. Rechts und links vom Einschub befinden sich zwei elastische Halter, die das Speichermedium am Rand fixieren. Das Medium ist also schwebend gelagert, wodurch ein Verkratzen der Oberfläche vermieden werden soll.
Das Gehäuse besteht meist aus durchsichtigem Kunststoff, wobei Hebel und Halter in verschieden Farben erhältlich sind. Die Beschriftung der CD bzw. DVD ist so immer sichtbar. Alternativ dazu kann durch das Anbringen einer Klarsichtfolienummantelung ein Cover eingelegt werden, das allerdings die freie Sicht auf die Mechanik versperrt. Zudem gibt es noch Varianten mit Standardlochung, um das Case abzuheften.
e-slimcases werden auch unter den Bezeichnungen Flip ’n’ Grip, VarioPac, oder Disc ProTexx angeboten.

Steelbook / Metalpak

Die DVD-Hülle oder das Keepcase besteht aus Metall, während das Innenleben mit Plastik ausgekleidet ist. Die Ecken sind abgerundet und das Case ist aufklappbar. Nach Bedarf kann das Äußere sowie das Innenleben individuell bedruckt werden. Die Druckqualität erreicht Offsetqualität im Sechsfarbdruck. Weitere Veredelungsoptionen umfassen matte oder glänzende Lackierungen sowie Prägungen.
Der Begriff Steelbook ist der geschützte Markenname der Firma Glud & Marstrad und wird weltweit vertrieben durch die Firma Scanavo. Von anderen Anbietern werden ähnliche Produkte beispielsweise Metalpak genannt.

Clip Tray

Der Clip Tray besteht aus dem Steckmechanismus des Juwelcase und einer PP-Folie, die als Schutz dienen soll. Häufig bietet diese Verpackungsart noch eine Abheftlochung und eignet sich somit zur bequemen Archivierung von Discs in Ordnern. Alternativ dazu kann in die PP-Folie ein Booklet eingeschoben werden, um den Inhalt des Speichermediums direkt ersichtlich zu machen.

Digifile

Die dreiseitige Kartonverpackung kann wie ein Centerfold aufgeklappt werden. Dabei kann jede einzelne Seite beschriftet oder mit einem Trageschlitz versehen werden. Letztere dienen dazu, das Speichermedium (CD/DVD) oder ein eventuell vorhandenes Booklet zu halten.
Diese Verpackungsart ist sehr unüblich, weshalb es noch keinen Standard dafür gibt und die Aufteilung variiert. Eine Sonderform ist der Reiser-Kartonträger, in welchem die Disc durch mehrere Schlitze festgehalten wird und deshalb der Karton nicht doppelt verklebt werden muss.

Digipak

Diese Lösung von AGI wird „The Digipak System“ genannte und ist in fünf verschiedenen Varianten erhältlich: dem Digipak, Signature Pak, Digistak, Digismart und dem Littlebook. Diese können je nach Ausführung von einer bis zu zehn Discs halten. Für Digipaks können vielfältige Materialien zum Beispiel Kunststoff, Karton, beschichteter Karton oder Aluminium verwendet werden. Die gestalterischen Möglichkeiten sind entsprechend hoch und schaffen in Verbindung mit eventuell enthaltenem Zusatzmaterialien einen erheblichen Mehrwert; beispielsweise auch beim Verkauf von Collectors Editions von Filmen oder Computerspielen.

Digisleeve

Die aufklappbare Papptasche mit Platz für ein Booklet ist so konzipiert, dass das Einschieben von einer oder mehreren Discs wie in eine Kartonstecktasche möglich ist. Digisleeves gibt es als Standardausführungen mit vier oder sechs Seiten. Hierzu existieren zahlreiche Varianten, die sich vor allem hinsichtlich der Anzahl der Seiten und Einschuböffnungen unterscheiden. Durch die Verwendung von Karton als Material können zahlreiche Veredelungsmöglichkeiten wie Prägung, Folienkaschierung oder auch verschiedenste Effektlacke genutzt werden.

Papierfenstertasche

Die auch Paper Sleeve genannte Tasche aus Papier misst 124 x 124 mm und kann mittels einer rückseitigen Gummierung in eine Zeitschrift oder ein Buch eingeklebt werden. Ein rundes Sichtfenster mit einem Durchmesser von 110 mm gibt den Blick auf das Medium bzw. das Cover des Mediums frei.
Eine überstehende Lippe dient als Verschluss und wird als selbstklebende Variante oder mit einer Gegenlippe als Verschluss angeboten. Der Nachteil dieser Verpackungsvariante ist die hohe Belastung der Oberfläche des Speichermediums. Durch das Rein- und Rausschieben der CD bzw. DVD kann diese sehr leicht verkratzen. Im Fall einer maschinellen Befüllung sollten deshalb qualitativ hochwertige Taschen benutzt werden, die absolut plan sind, akkurat gefalzt und sauber verklebt wurden.

Polybag

Die Klarsichthülle ist das etwas widerstandsfähigere Pendant zur Papierfenstertasche. Sie ist in denselben Varianten mit den gleichen Verschlussmechanismen erhältlich und kann ebenso gut in Zeitschriften oder Büchern eingeklebt werden. Allerdings weist sie auch dieselben Nachteile wie ihr Gegenstück auf.

Vogeltasche

Die 1992 vom Vogelverlag eingeführte Variante der Papiertasche unterscheidet sich von Letzterer lediglich durch einen breiten Rand auf einer Seite. Dieser wird zum Einheften der Tasche genutzt und erleichtert die Verklebung in Zeitschriften oder Büchern, da er den Datenträger von der exakten Stelle der maschinellen Beiheftung entfernt hält. Gleichzeitig wird die unauffällige Entnahme des Mediums durch Diebe erschwert. Nachteil ist, dass die Tasche ohne eine zusätzliche Perforierung vom Kunden meist nicht mehr zur Aufbewahrung des Mediums genutzt werden kann. Es spielt auch eine Rolle, dass die erschwerte Entnahme des Datenträgers eine zusätzliche Hemmschwelle für potenzielle Empfänger einer Werbebotschaft darstellt. Die Vogeltasche misst in der Regel 145 x 190 mm.

Papphülle

Diese weit verbreitete Verpackung zum Beispiel für Demo-CDs, erinnert an Schallplattenhüllen, besitzt allerdings keinen Verschluss wie zum Beispiel die Papiertasche.

CD Mailer (Versandverpackungen)


Eine Disc-Mail bzw. ein CD-Brief ist ein Versandkuvert aus Karton in dem ein Speichermedium eingeklemmt und so auf dem postalischen Weg transportiert werden kann. Das Format ähnelt sehr einem Brief, ist allerdings etwas höher, damit die Disc eingeschoben werden kann. Zur Fixierung gibt es zwei Varianten: Die Disc wird entweder in eine separate Tasche in dem Umschlag geschoben oder eine Seite des Kuverts besteht aus einer Papiertasche. Die CD und das Anschreiben werden eingelegt und der Brief wie ein Parket zusammengeklappt und mit dem selbstklebendem Verschluss geschlossen. Die Kuverts sind mit und ohne Adressfenster erhältlich und bieten so eine bequeme und sichere Art und Weise, CDs bzw. DVDs zu verschicken.

Services

Neben den Medien und deren Verpackung bieten Mediendienstleister eine Fülle notwendiger und wertvoller Services. Bis ein Datenträger fertig bespielt ausgeliefert werden kann, sind einige Produktionsschritte vonnöten. Vom Authoring über das Premastering, die Auflagenpressung bzw. Aufspielung – auch mit Kopierschutz – bis hin zum Labeldruck reicht hierbei die Palette der Leistungen.

Authoring

Mithilfe der digitalen Vorstufentechnik werden Bild-, Text- und Tondokumente zusammengestellt und über die Menüführung zugänglich gemacht. Ein sauberes Authoring ist für die Usability der Datenträger essenziell. Ein misslungenes Authoring lässt die Nutzung zur Qual werden – wenn beispielsweise Kapitel nicht anwählbar sind oder in der falschen Reihenfolge gezeigt werden.
Mit der Datenkapazität, welche derzeit durch Blue-ray Discs bereitgestellt wird, wachsen auch in diesem Bereich die Ansprüche. Bild in Bild, verschiedene Audiospuren oder gar ganze Minifilme, die an bestimmten Stellen innerhalb einer Time-Line aktiviert werden, stellen ganz neue Herausforderungen dar.
Am Ende des Authoringprozesses steht die Fertigung einer Masterdisc, die Grundlage der weiteren Produktion ist.

Encoding

Das Encoding beschreibt die Komprimierung der Audio- und Videodaten, damit diese auf einen Datenträger passen. Allerdings ist beispielsweise nicht jedes Video-Format auch DVD-tauglich. Aus diesem Grund müssen die audiovisuellen Daten in ein universal abspielbares Format übertragen werden. Beispiele hierfür sind die Wandlung von Musikdateien in MP3s oder von Video in MPEG-2. Letzteres ist der Standard für Videokomprimierung in Fernsehqualität. Ursprünglich war geplant für HD-Bilder einen eigenen Standard, MPEG-3, zu schaffen. Da man aber feststellte, dass auch eine Erweiterung des bestehenden MPEG-2-Formats ausreichend war, wurde auf die Einführung verzichtet. Die aktuelle Version von MPEG-2 ist die seit 2000 gebräuchliche Version H.263++.

Kopierschutz

Der durch Datenpiraterie entstehende Schaden steigt jährlich. Statistiken der Business Software Alliance (BSA) zeigen dies deutlich. Der Schutz des geistigen Eigentums rückt deshalb immer mehr in den Fokus der digitalen Medienproduktion.
So versucht man etwa mittels SecuRom sich in allen Bereichen der Software gegen Piraterie zu schützen. Jede CD wird dazu beim Glasmastering mit einem eindeutigen elektronischen Code versehen. Beim Start der geschützten Software wird dieser Code geprüft und das verschlüsselte Programm gestartet. Wird der Datenträger als Kopie identifiziert, wird die Anwendung abgebrochen. Nur wer den Originaldatenträger nutzt, kann also ohne Probleme auf die Inhalte der CD-ROM zugreifen. Dieser Schutz eignet sich besonders für kleinere Auflagen und einzelne CD- oder DVD-Rohlinge. Da die Methode schnell und vergleichsweise zuverlässig ist, eignet sie sich beispielsweise auch dazu, Promotion- und Pressemuster zu schützen. Teure Spezialprogramme, für die sich Auflagenpressungen nicht rechnen, können so ebenfalls mit einem professionellen Kopierschutz versehen werden.
CSS (Content Scramble System) ist ein einfacher, digitaler Wiedergabeschutz für die DVD-Videoproduktion. Die Daten werden bei der Produktion verschlüsselt und erst beim Abspielen auf einem DVD-Player wieder entschlüsselt. Das System verhindert so, dass Videodaten nach einer Kopie auf ein digitales Medium (DVD-R oder Festplatte) angesehen werden können. Hierzu verfügen lizenzierte DVD-Player, unabhängig davon, ob es sich um Hard- oder Softwareplayer handelt, über einen oder mehrere von 408 Geräteschlüsseln. Die Verschlüsselung muss in einem Authoring-Studio vorbereitet werden und wird durch das Setzen von CSS-Bits realisiert. Die Verschlüsselung variiert hierbei auf jedem Sektor der Disc. Das Ergebnis wird auf einem DLT-Band ausgegeben. Die Qualität des Videomaterials bleibt dabei vollständig erhalten.
Protect Disc ist ebenfalls ein kompatibler Kopierschutz. Auf der Festplatte kopiergeschützte Programme sind ohne das Einlegen der Originale (einmalige, ständige oder periodische Abfrage) nicht nutzbar. Bei der Entwicklung dieses Kopierschutzverfahrens wurde neben der Kopiersicherheit besonderer Augenmerk auf die größtmögliche Spielbarkeit der geschützten CDs und DVDs gelegt. Die Grundidee besteht darin, die exakte physikalische Struktur der Disc zu erfassen und abzubilden. Dadurch lässt sich das Original von einer Kopie eindeutig unterscheiden. Es ist zwar möglich, eine Kopie zu erstellen, jedoch ist diese Kopie nicht funktionsfähig. Damit bietet Protect Disc Sicherheit gegenüber Clone-Programmen, virtuellen CD- bzw. DVD-ROM-Treibern, Emulationen, Debugging und generischen Cracks. Protect Disc nimmt keinerlei Änderungen an der Struktur der Scheibe vor und ist damit kompatibel zum CD/DVD-ROM Standard.
Protect Disc DVD-Video ist ein neuartiges Kopierschutzsystem für Video-DVDs. Durch die intelligente Kombination von speziellen Medienstrukturen mit modifizierten Navigationsschemata der DVD werden Eins-zu-eins-Kopien oder komplette "Rips" der DVD unmöglich gemacht. Protect Disc DVD-Video wird mit der CSS-Technologie kombiniert. Der Kopierschutz bietet so Kompatibilität in DVD-Playern, Software-Playern und DVD-ROM-Laufwerken.
Mit dem von Sony entwickelten Key 2 Audio geschützte Medien verfügen über insgesamt drei Sessions sowie ein manipuliertes Inhaltsverzeichnis. Die Startpositionen der Musiktitel sind in der ersten (Audiotracks) und dritten Session (Datentracks) abgelegt und kommen damit unzulässigerweise doppelt vor. In der dritten Session werden den Audiotracks zudem neue Startzeiten zugewiesen, die allesamt auf die dritte Session verweisen. Greifen PC-Laufwerke auf die CD zu, lesen sie in der dritten Session falsche Startpositionen, spielen deshalb den Datentrack ab und weisen die CD irrtümlich als "leer" aus. Key 2 Audio ist einer der meistverwendeten Audio-Kopierschutzverfahren und hat zudem eine sehr hohe Kompatibilität.
Der ARccOS-Kopierschutz ist ein hochwertiger Schutz vor illegalen Eins-zu-eins-Kopien und gilt als der effektivste Kopierschutz für DVD-Video auf dem Markt. Ripper haben bei diesem Kopierschutz keine Chance. Der ARccOS-Kopierschutz ist kompatibel mit vielen gängigen DVD-Spielern und -Laufwerken.
Bei aller Raffinesse der neuesten Kopierschutzmassnahmen gilt allerdings, dass es keinen hundertprozentigen Kopierschutz gibt. Theoretisch ist jeder Code irgendwann zu umgehen.

Expertenkontakte

Reiner Kafitz, Geschäftsführender Gesellschafter der KMS Kafitz Medienservice GmbH
Tel. +49 (0) 22 34 - 9908-0 – Email:

Gerhard Stroth, technischer Berater der KMS Kafitz Medienservice GmbH
Tel. +49 (0) 22 34 - 9908-309 – Email:gs@kms.eu

Thomas Wimmer, Produktberater DigiMedia bei der KMS Kafitz Medienservice GmbH
Tel. +49 (0) 22 34 - 9908-500 – Email:

Rüdiger Niemz, TV- und Filmproduzent, Geschäftsführer der Niemz Productions GmbH in Hamburg
Tel. +49 (40) 571 309 32 – Email: