Mobile Tagging

Der Begriff des Mobile Taggings bezeichnet das Auslesen eines Strichcodes durch mobile Endgeräte wie beispielsweise Handys oder Palms. Der sogenannte Matrixcode wird hierzu mit der Kamera des Geräts fotografiert und anschließend automatisch per Software interpretiert. In dem Code können zum Beispiel eine Website oder eine Rufnummer hinterlegt sein, über die der Besitzer des Endgeräts weitere Inhalte zu Produkten und Leistungen abrufen kann. Mobile Tagging ist somit ein äußerst interessantes Verfahren, um potenzielle Kunden vom Print auf digitale Medienangebote zu führen. In Europa gibt es beispielsweise bereits einige Kampagnen, die Printmedien über das Mobile Tagging mit dem Internet verbinden. Ziel ist es, über die Interaktion dem Konsumenten eine individuelle Dialogoption anzubieten. Auch andere Anwendungsgebiete sind denkbar. So nutzt beispielsweise die Deutsche Bahn ein solches System zur Verifizierung von online erworbenen Fahrscheinen.

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Übersicht über gängige 2-D-Codes

Quelle: Wikipedia

Die Situation in Europa
Wie so oft in der technischen Entwicklung hängt Europa den anderen Industrieregionen auch beim Mobile Tagging hinterher. Eine aktuelle Studie der Fachhochschule

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Hindernisse und Lösungsansätze
Eines der größten Probleme ist die derzeit unübersichtliche Menge an verfügbaren Codes und Readern. Derzeit sind etwa ein Dutzend Codes auf dem Mobile Tagging-Markt vertreten. Jeder dieser Codes benötigt die Installation eines eigenen Readers, also einer speziellen Software, auf dem Endgerät. Durch die fehlende Standardisierung wird für den Nutzer der leichte Zugang zur Information oft deutlich erschwert. Wer den Reader des jeweils genutzten Codes nicht vorinstalliert hat, muss diesen erst herunterladen und installieren. Auch wenn die Reader meist kostenlos verfügbar sind, so entstehen bei den meisten Nutzern allein durch den Datentransfer zusätzliche Kosten. Diese werden, genau wie der zusätzliche Zeitaufwand, vom Nutzer gegen den möglichen Mehrwert der zu erwartenden Inhalte gegengerechnet.

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Anwendungen
Erste Experimente mit Matrixcodes laufen bereits auch in Deutschland. So bietet das Schaumburger Druckhaus seit einiger Zeit Verkaufsschilder an, auf denen ein QR-Code angebracht ist. Damit kann ein potenzieller Kunde mehr Informationen zum Objekt direkt mit dem Smartphone oder Handy abrufen. Ein Einsatzgebiet hierfür ist beispielsweise der Immobilienhandel. Die vor einer Immobilie angebrachten Schilder ermöglichen über den darauf enthaltenen Code direkt Angebotsinformationen und Exposés herunterzuladen.
Eine von wenigen in Deutschland genutzten Varianten des sogenannten Commercial Tagging ist die „plus card“ der Sparkasse Pforzheim. Ein QR-Code auf der Rückseite enthält Informationen über das angebotene Bonusprogramm, etwa welche Partner mit welchen Konditionen daran teilnehmen. Zum Commercial Tagging zählen beispielsweise das Angebot von Zusatzinformationen, Direktdownloads, etwa von Videos oder Klingeltönen, sowie die direkte Weiterleitung auf die Webseite eines Unternehmens. Interessant in diesem Zusammenhang ist die Möglichkeit, das Unternehmenslogo in einen brandingfähigen Code zu integrieren.

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