f:mp.-Expertenthema Digitaldruck



Um dem Thema "Digitaldruck" gerecht zu werden, hat der f:mp. die Brancheninitiative PRINT digital! ins Leben gerufen. Die ausführlichen Informationen zur Initiative finden Sie hier: www.print-digital.biz


Inhaltsverzeichnis

20 Jahre Digitaldruck: Wie geht es weiter?
Kundenkommunikation, die ans Ziel führt
Digitaldruck und Individualisierung
Digitaldruck und Veredelung

20 Jahre Digitaldruck: Wie geht es weiter?

Digitales Drucken ist eigentlich ein etwas irreführender Begriff, denn letztlich ist jegliche Druckform, bei der mittels digitaler Information der Ausdruck erfolgt, darunter zu verbuchen. Somit drucken täglich in Millionen Büros dieser Welt auf ihren kleinen Druckern Digitales aus. In der Druckerbranche ist damit aber oftmals mehr das professionelle Drucken gemeint, das das Druckbild direkt vom Computer zieht. Erste Digitaldrucker wurden bereits 1993 auf der Ipex vorgestellt, doch der richtige Durchbruch erfolgte deutlich später. Vor allem die Ausbreitung des Computers und später auch des Internets hat das digitale Drucken sicherlich stark vorangetrieben. Aktuell profitieren davon auch Onlinedruckereien, die hauptsächlich auf personalisierte Druckerzeugnisse setzen.

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Kundenkommunikation, die ans Ziel führt

Der Wert von gezielter, auf die spezifischen Interessen und Bedürfnisse der Empfänger zugeschnittener Kundenkommunikation ist unbestritten. Das Gleiche gilt für die Erkenntnis, dass Print als hoch emotionales Kommunikationsmedium im Direktmarketing ein wertvolles Instrument für Aufbau, Pflege und Stärkung von Kundenbeziehungen ist. Dialogkampagnen setzen heute auf größtmögliche Individualisierung und uneingeschränkten Einsatz von Farbe bei der Produktion von Mailings. Beides hilft die Effizienz von Kampagnen zu steigern. Dabei sind Anwendungen hilfreich, die dazu beitragen, dass das Print-Mailing den Empfänger aus sich heraus emotional anspricht und ihm womöglich noch einen konkreten Zusatznutzen bringen.

Als Hersteller von Hochleistungs-Digitaldrucklösungen will Kodak professionelle Druckdienstleister nicht nur mit Technologie zur schnellen und hochwertigen Produktion von Direktmailings und anderen Print-Produkten beliefern. Das Unternehmen bietet mit den Kodak MarketMover Business Advantage Lösungen auch professionelle Beratung und Unterstützung bei der Umsetzung von neuen Geschäftsideen an. In diesem Zusammenhang zeigt Kodak Druckereien zusammen mit Partnern Möglichkeiten für außergewöhnliche Anwendungen, eine besonders werthaltige Kundenkommunikation und einen maximalen Kampagnenerfolg auf. Davon sollen alle Beteiligten profitieren: werbetreibende Unternehmen, Kreative, Drucker, aber auch die Zielgruppe. Ein Beispiel ist die Zusammenarbeit mit der Firma locr (Abkürzung von engl. locator = Ortungssystem), die maßgeschneiderte, individualisierte Landkarten zur Integration in personalisierte Mailings liefert. – Ein Gespräch mit Thomas Wimmer, Business Development Manager IPS, GCG EAMER, Kodak, und Rolf Richter, CEO der locr GmbH.

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Digitaldruck und Individualisierung

Höhere Response-Rates für Direct-Mailings durch personalisierte Anfahrtskarten
Die locr GmbH bietet mit den personalisierten Anfahrts- und Umgebungskarten "locr maps" ein wirkungsvolles Tool an, um die Response-Rate von Direct-Mailings zu erhöhen. Die Visualisierung der Nähe des Angebots zum Kunden öffnet neue Möglichkeiten in der Kundenkommunikation. Die innovative Technologie ermöglicht es, Direct-Mailings mit individuellen Karten zu personalisieren und sowohl Anfahrtswege vom Kunden zu umliegenden Filialen als auch Umgebungskarten in individuell gestaltbarem Design zu erstellen.
Personalisierte Inhalte spielen heutzutage in Direct-Mailing-Kampagnen eine immer größere Rolle. Personalisierte Umgebungskarten sowie Anfahrtspläne mit individuell berechneten Routen haben einen hohen Aufmerksamkeitswert und erhöhen die Response-Rate. Darüber hinaus bieten sie vor Allem einen hohen Informationsgehalt. So können der Weg vom Kunden zur nächsten Filiale oder auch interessante Angebote in der direkten Umgebung eindrucksvoll visualisiert werden. Für den Druck optimierte Umgebungskarten und Anfahrtspläne sorgen dafür, dass sich ein Mailing von der grauen Masse absetzt.

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Digitaldruck und Veredelung

In den letzten Jahren hat sich der Digitaldruck für den Akzidenzbereich immer weiter durchgesetzt. Der klare Vorteil der Individualisierung machte bislang aber oftmals vor der Veredelung halt. Tatsächlich ist sowohl die Individualisierung als auch die Veredelung für die heutige Kommunikation erfolgsentscheidend. Und so behalf sich die Branche mit Offsetvordrucken, die in einem zweiten Schritt personalisiert wurden.
Mittlerweile gibt es aber auch für den Digitaldruck Lösungen, die inline appliziert werden können. Das eröffnet die Potenziale einer „dynamischen Veredelung“. Es wird nicht nur der Inhalt, sondern auch die Gestaltung individualisiert. Dazu gehört vor allem die korrekte Datenanlage.

Glanz und Mattlackierung

Die gängigste Veredelungsvariante im Digitaldruck sind sogenannte Glosstoner, mit denen sich nicht nur Glanz-, sondern auch Matt-/Glanz-Effekte erzeugen lassen, die in ihrer Wirkung eine Spotlackierung simulieren. Um dabei den größtmöglichen taktilen Effekt zu erreichen, ist es wichtig, möglichst wenig Lack aufzutragen. Werden nur etwa 5 bis 15 % der Fläche lackiert, heben sich die lackierten Flächen optisch wie haptisch deutlich von den unveredelten oder matt lackierten Bereichen ab. Allerdings ist dazu in vielen Fällen auch eine Nearline-Glosserunit notwendig, die den speziellen Toner in den Bedruckstoff einbrennt.

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Wirkung

Durch sämtliche vorgestellten Veredelungen lässt sich die die Attraktivität eines Printprodukts deutlich steigern und somit eine höhere Aufmerksamkeit für die Inhalte erzielen. Dabei sollte jedoch nie der Kundennutzen bzw. das Mehrwertversprechen aus den Augen verloren werden. Veredelungen passen nicht prinzipiell zu allen Kundengruppen. Außerdem ist und bleibt beim Digitaldruck das entscheidende Kriterium stets die Individualisierung. Das heißt, dass auch die Veredelung an die jeweilige Individualisierung mit einer gezielten Unterstützung des Designs angepasst sein sollte.