Medien & Materialien des f:mp.

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Whitepaper "Medienproduktioner 2030"

In dem neuen Whitepaper „Medienproduktioner 2030“ identifiziert der Fachverband Medienproduktion (f:mp.) aktuelle Trends und wirft einen Blick in die Zukunft.
Die Welt der Medienproduktion verändert sich rasant. Digitale Transformation, künstliche Intelligenz, Cognitive Computing, Industrie 4.0, das Internet der Dinge, Augmented Reality und Printed Electronics sind die Entwicklungen, die den Umbruch herbeiführen und den Menschen in seinem Mediennutzungsverhalten, in seiner Denkweise und in seinen Ansprüchen nachhaltig verändern werden. Für die Medienproduktion ergibt sich daraus die komplexe Anforderung, die neuen Technologien zu integrieren und gleichzeitig neue Geschäftsmodelle daraus zu entwickeln.
In einem aktuellen Whitepaper greift der f:mp. die entscheidenden Trends heraus und analysiert sie hinsichtlich ihrer Relevanz und ihrer Potenziale für die Medienproduktion. „Bereits heute übernehmen Medienproduktioner mit Beratungskompetenz und technischem Know-how eine wichtige Schlüsselrolle in einer erfolgreichen, medienübergreifenden, effizienten Kommunikation. Um der kommenden Herausforderung zu begegnen, neue Strategien zu entwickeln und in tragfähige Geschäftsmodelle zu wandeln, wird der Medienproduktioner aber tatsächlich unverzichtbar sein“, erklärt Rüdiger Maaß, Geschäftsführer des f:mp.
Das Whitepaper „Medienproduktioner 2030“ beschreibt auf 24 Seiten die Schlüsselthemen der Medienentwicklung und gibt wertvolle Hinweise darauf, wie diese die Zukunft der Medienproduktion verändern können. Dabei ist es exklusiv nur den Mitgliedern des f:mp. vorbehalten.
Leseprobe: MP2030_Leserprobe.pdf [PDF 4.101 KB]



f:mp.-Stellungnahme zum Print-Einkaufsverhalten

Der Fachverband Medienproduktioner e.V. (f:mp.), dessen Mitglieder ein
Volumen an Printeinkäufen in Höhe von 3,1 Milliarden Euro verantworten,
äußert sich äußert besorgt angesichts des Einkaufsverhalten in der Druckbranche.


Die digitale Kommunikation, die von Onlineplattformen bis hin zu sozialen Netzwerken die vielfältigsten Medien miteinander verbindet, ist nicht nur Segen für die Medienproduktion, sondern in gewisser Weise auch Fluch. Sie bietet insbesondere in der Verbindung mit Print einerseits die Chance für die Branche, eine ganz neue, tragfähige und zukunftsorientierte strategische Ausrichtung zu gewinnen. Andererseits werden digitale Hilfsmittel immer mehr zu bloßen Werkzeugen degradiert. Hinzu kommt, dass die klassische Printkommunikation massiv an Wertschätzung verloren hat. Das betrifft nicht nur die technische Gestehung, sondern auch das Wissen um die Wirkung von Printmedien. Diese Entwicklung leistet Schnäppchenjägern Vorschub, die mit ihrem Verhalten den Wert von Kommunikation immer weiter herabsetzten. Diese besorgniserregende Tatsache ist Anlass für den f:mp., sich kritisch mit dem Einkaufsverhalten auseinanderzusetzen und sich für eine überlegte, nachhaltige Beschaffungspolitik einzusetzen.

Die Medienindustrie ist durch Wandel geprägt. In der Konsequenz lebt die gesamte Branche von stetigen technologischen und strategischen Neuausrichtungen. Es gilt, immer wieder neue Anforderungen zu erfüllen und neue Herausforderungen zu meistern. Wandlungsfähigkeit ist deshalb ein wichtiges Kriterium, um in der Zukunft bestehen und erfolgreich sein zu können.
Dennoch darf die Veränderung nicht so weit gehen, dass wahllos tragende Werte einfach über Bord geworfen werden. Leider ist das in einigen Teilbereichen bereits geschehen. Deutlich wird dies am Einkaufsverhalten einiger internationaler Einkaufs- und Produktionsagenturen (teilweise auf die Forderung der Kunden hin), das gerade in den letzten Jahren wahrnehmbare negative Folgen nach sich gezogen hat. Erschreckend ist, dass solche für die Medienindustrie ruinösen Vorgehensweisen oft ohne Not von Auftraggebern ausgelöst werden, die aus hoch profitablen Branchen kommen. Die nötige Wertschätzung für zu erbringende Leistungen der Medienindustrie ist hier nicht mehr vorhanden. So haben sich jetzt auch bei Einkäufern in Werbeagenturen, Produktionsagenturen und bei Printbuyern (insbesondere Einkäufer auf Kundenseite) bestimmte Sitten etabliert, die zum Nachdenken anregen sollten:

Ohne Zweifel wird die Preisbildung durch marktwirtschaftlichen Wettbewerb geregelt, aber auch dieser Wettbewerb unterliegt eigenen Werten und Grundregeln bezüglich Fairness, die einzuhalten sind. Leider ist die Entwicklung mittlerweile an einem Punkt angekommen, an dem nicht nur ein enormer volkswirtschaftlicher Schaden verursacht wird, sondern sich auch die Umgangsformen in der Branche verschärfen. Die potenzielle Einkaufsmacht setzt die Branche so unter Druck, dass in (Teil-)Kombination mit mangelnder Fachkompetenz der Printbuyer mit einem oft unfairen Geschäftsgebaren deren Fortbestehen ernsthaft gefährdet wird. Das spiegelt sich nicht nur in den Preisverhandlungen, sondern auch in den teilweise utopischen Zahlungszielen wider.
Natürlich ist an der aktuellen Entwicklung die Branche selbst nicht unbeteiligt. Dennoch spitzt sich die Situation so zu, dass der f:mp. die Grundwerte eines kooperativen Geschäftsverhältnisses wieder in den Mittelpunkt stellen möchte, denn auch die Mitglieder des f:mp. sind selbst Teil der Medienindustrie:

1. Printbuying stellt die Herausforderung an den Auftraggeber, ein optimales Produkt zu einem angemessenen Preis zu organisieren. Infolgedessen sollten alle Prozessbeteiligten ihre beste Leistung zu einem Preis anbieten, der dieser Leistung auch entspricht.
2. Printbuyer, die wissentlich Druckaufträge unterhalb der Gestehungskosten platzieren, unterhöhlen letztlich den gesamten Markt. Das hat ernste volkswirtschaftliche Folgen, die folgerichtig in dann immer weiter steigenden Preisen resultieren werden.
3. Printbuyer sollten die Leistung und die Qualität eines Dienstleisters wertschätzen und respektieren. Die in Auftrag gegebenen Produkte stellen einen Wert dar, der sich nicht zuletzt im Wert der Kommunikation niederschlägt. Ein Qualitätsverlust kann nicht im Sinne eines Auftraggebers sein, der von Printprodukten einen bestimmten Erfolg erwartet.

Medienproduktioner und Printbuyer sollten sich als Einkäufer der Verantwortung gegenüber den Lieferanten bewusst sein und stets faire, berechenbare und transparente Verhandlungen auf „Augenhöhe“ unter Partnern führen. Ausschreibepraktiken dürfen nicht nur zum Ziel haben, allein den allergünstigsten Einkaufspreis zu erzielen, sondern müssen auch ökologische, sozialpolitische und qualitative Gesichtspunkte berücksichtigen.
Printbuyer sowie Werbungtreibende sollten sich darüber im Klaren sein, dass der Einkauf von standardisierten, industriellen Druckprodukten über den Preis nur eine Seite der Medaille ist. Ein langfristiges Ziel muss es sein, dass die Auftraggeber in der Zusammenarbeit mit Medienproduktionern und Dienstleistern ihre Printprodukte so weiterentwickeln, intelligenter gestalten und positionieren, dass diese im Rahmen der Medienkonvergenz ihre Vorteile zu einhundert Prozent ausspielen können. Das ist sicherlich nicht über den Preis zu realisieren, sondern ist ausschließlich das Ergebnis eines partnerschaftlichen Miteinanders.
Zugleich besteht an Druckdienstleister die dringende Aufforderung, zu reellen Preisen anzubieten. Dazu gehört, dass die Maschinen nicht im wörtlichen Sinn ‚um jeden Preis‘ ausgelastet werden. Dazu gehört auch der Mut, nicht jede scheinbar lukrative Anfrage zu einem Dumpingpreis anzubieten. Die Erfahrung sollte gelehrt haben, dass auf aufwendige Anfragen meist weitere Verhandlungsprozesse folgen, die dann eine zusätzliche Preisreduzierung zum Ziel haben.
Der Vorstand und die Geschäftsführung des f:mp. sind sich dessen bewusst, dass die obigen Ausführungen nur dazu dienen, dass Dienstleister und Printbuyer die aktuelle Situation überdenken und sie ihr Verantwortungsbewusstsein für die gesamte Medienindustrie schärfen. Natürlich steht dahinter aber auch die Hoffnung, dass sich daraus zumindest ansatzweise für alle Prozessbeteiligten neue Handlungsmotive für den Printeinkauf ergeben.

In Ergänzung empfiehlt der f:mp. den Redaktionsbeitrag des f:mp.-Medienpartners 4c – „Geschäfte mit Haken“, Ausgabe 8/2013
www.4-c.at/stories/artikel/Einkaufsagent...opArticles

Stellungnahme als PDF-Download: Einkaufsverhalten.pdf [PDF 769 KB]

Redaktionsbeitrag "DRUCKMARKT impressions - 17. März 2014": 78DEscreen.pdf [PDF 175 KB]

CleverPrinting-Blog zum Thema: www.cleverprinting.de/druckauftraege-um-jeden-preis/


cpwissen: www.cpwissen.de/Internationales/items/fm...anche.html

»Billiger geht´s nicht – machen Sie jeden Preiskampf mit?«
Statement von Werner Drechsler, Geschäftsführer Druckstudio Gruppe, aus der kommenden Ausgabe von Print&Produktion (Ausgabe 3-4, erscheint am 22. April).

Druckstudio macht den Preiskampf einiger Printbuyer definitiv nicht mehr mit. Nachdem wir 2011 mit 15,3 Millionen Euro Umsatz nur noch eine Umsatzrendite von 1,8 Prozent erwirtschaften konnten, haben wir uns 2012 konsequent von Aufträgen mit negativem Deckungsbeitrag getrennt. Das war ein harter Einschnitt, der uns konkret drei Millionen Euro Umsatz und zu unserem Bedauern auch 15 Mitarbeiter kostete. Diese strategische Entscheidung hat jedoch langfristig unseren Unternehmenserfolg gesichert. So konnten wir bereits 2013 mit erheblich weniger Aufwand eine Umsatzrendite von fast drei Prozent erwirtschaften und sieben Mitarbeiter wieder einstellen. Damit haben wir auf die aktuelle Situation reagiert und unser Unternehmen auf ein wirtschaftlich stabiles Fundament gestellt. Grundsätzlich muss gleichwohl die Ursache für die Abwärtsspirale der Preise im Markt bekämpft werden. Einige Betriebe sehen sich aus unterschiedlichen Gründen gezwungen, Preise anzubieten, die keine Rendite zulassen. Manche Kunden und Printbuyer nutzen dies gnadenlos aus, und das dürfen wir Druckunternehmer nicht mehr zulassen. Unterstützung brauchen wir dabei vom Bundesverband Druck und Medien, um unseriöse Printbuyer zu identifizieren. Was spräche zum Beispiel dagegen, die Autoren von Knebelverträgen auf eine schwarze Liste im Internet zu setzen?