Mobile Marketing

Mobile Kommunikationsgeräte gehören heute fest zum Alltag. Besonders bei den werberelevanten Zielgruppen sind sie fest verankert und werden in zunehmendem Maße genutzt. Besonders internetfähige Smartphones, PDAs und Netbooks tragen zusammen mit der in den letzten Jahren signifikant gestiegenen drahtlosen Verbindungsgeschwindigkeit dazu bei, dass der Bereich der mobilen Kommunikation auch für Werbungtreibende immer interessanter wird.

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Anwendungsgebiete
Mobile Advertising in seiner einfachsten Form erfolgt durch den Versand von SMS- oder MMS-Nachrichten. Insbesondere in der B-to-C-Kommunikation muss hierbei wie beim E-Mail-Marketing zunächst das Einverständnis des Empfängers eingeholt werden. Danach entscheidet über den Werbeerfolg vor allem die Nutzwertigkeit der Botschaft für den Rezipienten. Dabei sollte es im Eigeninteresse des Versenders liegen, dass dieser Mehrwert für den potenziellen Kunden auch tatsächlich vorhanden ist, um seine Glaubwürdigkeit aufrecht zu halten.

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Hindernisse
Die mobile Internetnutzung fristet besonders in Deutschland mit gerade einmal rund 13 Prozent der Handybesitzer, die ihr Gerät zu diesem Zweck einsetzen, ein Nischendasein. Die Gründe hierfür sind einerseits die hohen Kosten, die potenziellen Nutzern von den Mobilfunkanbietern zugemutet werden – insbesondere, da der Zugang zu den Informationen in der Regel bereits über den stationären Zugang möglich ist und hier mit deutlich geringeren Kosten verbunden ist. Zum anderen ist der mobile Internetzugang im direkten Vergleich zur stationären Verbindung langsamer, weniger komfortabel zu bedienen und hinsichtlich der geringen Größe der Handydisplays oft schlecht lesbar.
Derzeit sind es daher überraschenderweise nicht die jungen Nutzer, die sich als „early adopter“ etabliert haben, sondern vor allem Personen mittleren Alters, die ihr Endgerät im Arbeitsalltag nutzen. Dementsprechend werden die Geräte primär zur Kommunikation und Informationsbeschaffung benutzt. Der Unterhaltungswert von als nützlich empfundenen Botschaften spielt im Moment noch keine große Rolle. Jedoch zeigt die Entwicklung in anderen Ländern, allen voran den USA und Japan, dass das Interesse an mobilen Kommunikationsangeboten rapide wächst. Um dieses Wachstum voranzutreiben, werden entsprechend speziell angepasste und meist gebrandete Informations- und Unterhaltungsangebote geschaffen, welche die Anforderungen mobiler Endgeräte berücksichtigen.

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Grafische Rahmenbedingungen
Hinsichtlich der tatsächlichen Anwendung sollten Datenmengen gering gehalten werden und die Darstellung der Inhalte an Displays angepasst sein. Insbesondere Bilder sollten einfach und nicht überfrachtet sein, zudem sollte das Hauptmotiv möglichst groß und durch einen klaren Kontrast vom Hintergrund abgesetzt sein.
Es sollte auch beachtet werden, dass selbst moderne Smartphones mit Touchscreen auf maximal vier Zoll große Displays mit einer Auflösung von etwa 800 x 480 Pixeln (z.B. Samsung I9000 Galaxy S) bis zu 940 x 640 Pixeln beim iPhone 4 kommen. Letzteres hat dafür nur ein 3,5 Zoll großes Display. Beim derzeit noch verbreiteteren iPhone 3GS sind es gar nur 430 x 320 Pixel bei ebenfalls 3,5 Zoll.
Zu beobachten ist, dass sich die Darstellungsqualität der Displays schnell verbessert. Im Sinne des mobile Marketings wäre darüber hinaus eine stärkere Standardisierung der genutzten Formate sinnvoll, wenngleich wenig wahrscheinlich.
Auf Flashanimationen sollte derzeit ebenfalls verzichtet werden, so möglich, da Android – das derzeit am weitesten verbreitete Betriebssystem für Smartphones – diese nicht unterstützt.

Weitere Faktoren
Für Websites, welche für die Betrachtung auf mobilen Endgeräten ausgelegt sind, gilt, dass sie nur dann ihren Zweck erfüllen, wenn sie auch gefunden werden. Das heißt auch sie sollten suchmaschinenoptimiert sein.

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