Was ist Digital Publishing?
Digitale Zeit = Digitale Unternehmen


Was ist Digital Publishing?

Gerade in öffentlichen Verkehrsmitteln wird viel gelesen, um sich die Fahrt von einem Ort zum anderen möglichst angenehm zu verkürzen. Das ist heute wie vor zehn Jahren, doch die Art des Lesens an sich hat sich stark verändert. Wer war noch nicht versucht, in der U-Bahn beim Sitznachbarn die Zeitung mitzulesen, kopfüber den Zeitschriftentitel seines Gegenüber zu erkennen oder auf den äußersten Rand seines Sitzes zu rücken, um der übergroßen Wochenzeitung zu entfliehen? Das alles geschieht immer seltener, stattdessen übernehmen die handlichen Tablets, eReader und Smartphones die Vorreiterrolle in den öffentlichen Verkehrsmitteln, ebenso wie auf dem heimischen Sofa.
Ganz egal ob iPad, Kindle, Android-Tablet oder Smartphone – die vielfältigen digitalen Endgeräte verändern die Lesegewohnheiten rasant. Bücher und Zeitschriften werden immer seltener in Papierform genutzt – gerade die junge Zielgruppe liest aktuelle Informationen und Hintergrundberichte lieber digital. Für Verleger ist es erforderlich, dass sie ihre Publikationen auf den mobilen Endgeräten anbieten, um möglichst viele ihrer potentiellen Leser erreichen zu können. Sie können folglich nicht umhin, die Ausgaben für die verschiedenen Geräte zu digitalisieren. Viele Verlage müssen diese moderne Hürde jedoch erst überwinden und entweder ein eigenes Team aufbauen, das sich um die Digitalisierung kümmert oder mit einem Dienstleister zusammenarbeiten, der das „Digital Publishing“ für sie übernimmt.
Es gibt zahlreiche technische Anbieter, die genau das entwickelt haben: eine automatisierte Möglichkeit, um bestehende Inhalte für gedruckte Ausgaben einfach in ein digitales eMag zu verwandeln und diese auf verschiedenen Betriebsystemen (iOS, Android, WebOS) zur Verfügung zu stellen. Neben der Möglichkeit, sich entsprechende Software zu kaufen (beispielsweise von Adobe oder Woodwing), kann der Prozess vollständig in die Hand externer Dienstleister, wie PressMatrix, gegeben werden. Das Dokument wird zunächst mittels der genutzten Software mit Bookmarks, einer Navigations- sowie einer Suchfunktion ausgestattet. Zudem wird es darüber hinaus mit zahlreichen interaktiven Elementen angereichert, die ein für den Nutzer an das Medium angepasstes Leserlebnis ermöglichen. Zusätzliche Elemente im eMag können beispielsweise folgende sein:

• Audio- und Videodateien
• Bilderstrecken
• Shopping/ Ticketing direkt aus der App
• Geodaten, Google Maps
• 360°-Ansichten
• Spiele (Sudoku, Kreuzworträtsel, Gewinnspielen, etc.)
• aktuellen Daten (z.B. Wetter, Sportergebnisse, Börsenkurse)

Monetarisierungsmöglichkeiten
Mit dem eMag können Verlage nicht nur die junge Zielgruppe auf einfachem Wege erreichen, sondern auch noch zusätzliche Einnahmen generieren. Egal ob digital oder gedruckt, grundsätzlich finanzieren sich die meisten Verlage über zwei Quellen: zum einen durch Einnahmen, die aus dem Verkauf und aus Abonnements der gedruckten Ausgaben generiert werden. Zum anderen verdienen Verlage an der Werbung in ihren Publikationen. Experten gehen allerdings davon aus, dass sich in diesem Bereich künftig große Änderungen ergeben werden, vor allem durch den zusätzlichen digitalen Absatzmarkt, der durch Tablets (vor allem iPad und Kindle) entstanden ist.
Große Verlage klagen seit Jahren über sinkende Abonnentenzahlen. Mit der Ausweitung des Angebots auf digitale Magazine haben sie nun erkannt, dass mit einer Vielzahl von kleinen interaktiven und multimedialen Elementen (sogenannte Widgets) dem Nutzer einerseits ein dem Medium angepasstes Leseerlebnis ermöglicht wird und andererseits weitere Gewinne erzielt werden können. Durch die Möglichkeit Anzeigen interaktiv in das ePaper einzubinden, können völlig neue Werbepartner gewonnen werden. So kann etwa auf kurzfristige oder auch lokale Sonderangebote wie zum Beispiel „Probefahrt am kommenden Wochenende“ bei einem lokalen Autohändler hingewiesen werden. Über die verkauften Werbeeinblendungen wie Links, Slideshows und Videos wird ein zusätzlicher Revenue Share für die Verleger ermöglicht. Die Möglichkeiten sind umfangreich, wenn Verleger sich nicht scheuen, abseits ihrer normalen Strategie zu denken und neue Wege zu gehen.


E-Commerce
Darüber hinaus sind es vorwiegend Widgets aus dem Bereich des eCommerce, über die Verlage künftig weitere Zusatzeinnahmen generieren werden. Über eCommerce-Einbindungen können beispielsweise Tickets oder Bücher direkt im Magazin aus der Applikation verkauft werden. Auch eigene Produkte können unkompliziert angeboten werden, wie Leserreisen oder eigenproduzierte Videos, um die Markenmacht des Magazins noch zusätzlich zu stärken.

Tipps für Verleger
Wenn sich Verlage für eine Digitalisierung ihrer Inhalte entschieden haben, ist zwar der erste Schritt getan, doch es gibt eine Reihe von Dingen die bei der Umsetzung beachtet werden müssen.

Publishing Guidelines beachten
Insbesondere Apple, aber auch Amazon haben einen umfangreichen Kriterienkatalog, der erfüllt sein muss, damit die Magazin-App freigegeben wird und im jeweiligen Store erworben werden kann. Neben verbotenen Inhalten (z.B. pornografische, diskriminierende oder verletzende Inhalte) sind es vor allem formale Anforderungen (Bildgrößen, Metadaten, Schriftarten, Stabilität auf verschiedenen mobilen Endgeräten etc.), die vorgegeben werden, da sie für eine einheitliche Darstellung der Magazine innerhalb der Kioske sorgen.

Mehrwert für den Leser schaffen
Der Leser eines digitalen Magazins erwartet mehr als eine bloße Eins-zu-eins-Umsetzung der gedruckten Ausgabe, vielmehr möchte er die vielfältigen Möglichkeiten, die ein Tablet bietet, auch ausnutzen. Dazu gehören neben dem intuitiven Umblättern und einer guten Menüführung auch Bilder, Videos, interaktive Infografiken sowie Kartenansichten und weiterführende Links, die sich direkt aus dem Magazin öffnen lassen. Auch eine Such- und Empfehlungsfunktion, genauso wie eine Facebook- und Twitterintegration sollten nicht fehlen. Wichtig für den Leser ist es auch, dass er das digitale Magazin unmittelbar nach dem Download intuitiv bedienen kann und nicht erst eine lange Einleitung zur Benutzung studieren muss.

Angemessene Preise festlegen
Für den Erfolg oder Misserfolg eines digitalen Magazins ist ein angemessener Kaufpreis entscheidend. Während Apple verschiedene Preisstufen vorgibt, aus denen Publisher dann wählen können, bestimmt der Publisher auf dem Kindle Fire von Amazon die Preise für Magazine und Zeitschriften völlig frei. Zudem sollte der Verleger dem Leser auch ein automatisiertes Abonnement ermöglichen und bedenken, dass der Preis der digitalen Ausgabe nicht höher sein sollte als der für das Abonnement des Papiermagazins. Die digitale Ausgabe kann jedoch gern preiswerter sein.

Self Development vs. technische Dienstleister
Amazon und Apple mit dem Kindle und dem iPad bieten jedem Anbieter die Möglichkeit, Kiosk-Apps mit den entsprechenden Entwicklungsumgebungen zu erstellen. Für jede/s Zeitschrift/Magazin wird dabei eine eigene Kiosk-App benötigt. Damit ein Magazin im digitalen Zeitungskiosk erscheint und dort angeboten werden kann, muss diese Kiosk-App zusätzliche Funktionen beherrschen wie Abonnenten-Management, Background-Downloading und Content-Push. Da es dabei viele Punkte zu beachten gilt, die technisch sehr aufwendig sind, haben sich mittlerweile Anbieter wie Adobe oder PressMatrix am Markt etabliert, welche Verlage von A bis Z unterstützen, ihre Publikationen auf Tablets zu vermarkten. Software-Anbieter/Dienstleister wie beispielsweise PressMatrix helfen zusätzlich dabei, die Printmagazine hoch-automatisiert und professionell umzusetzen und mit interaktiven Elementen anzureichern.

Chancen und Risiken
Die Verlagsbranche ist im Umbruch und verändert sich rasant. Mit den neuen Möglichkeiten ergeben sich jedoch jede Menge Fragen, die im Laufe der Zeit erst noch beantwortet werden müssen: Wird es bald kaum mehr gedruckten Zeitschriften und Magazine geben? Werden die Nutzer werbewirksam nur noch online erreicht? Werden die Datenmengen durch neue technische Entwicklungen und bessere Displays immer größer und die Ladezeiten dadurch deutlich länger?

Autorenangaben
Daniel Höpfner, CEO PressMatrix (www.pressmatrix.de)

Daniel Höpfner hat in den vergangenen Jahren umfangreiche Erfahrungen in der Mobil- und Internetbranche gesammelt. Der Experte war unter anderem beim Beratungsunternehmen OC&C Strategy Consultants in Dubai und Abu Dhabi sowie als VP Sales beim Mobile Open Source Start-up Funambol in San Francisco, welches Cloud-Services für Service Provider und Telcos entwickelt, tätig. Daniel Höpfner ist ein erfolgreicher Unternehmer und hat bereits mehrere High-Tech-Firmen aufgebaut und unterstützt. Sein jüngstes Start-up ist PressMatrix: Ein Cloud-basierter Publishing Service, der es Verlagen und Unternehmen ermöglicht, Zeitschriften, Zeitungen und Kataloge als Applikation auf Tablets (iPad, Kindle u.a.) und mobilen Endgeräten anzubieten. Bereits jetzt arbeiten drei der zehn führenden deutschen Verlage Kunde mit PressMatrix zusammen.

Digitale Zeit = Digitale Unternehmen


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Die digitale Ära ist längst in der Form vorangeschritten, so dass viele Konsumenten sich gar nicht mehr vorstellen können, auf die neuen Medien zu verzichten. Doch nicht nur Privatpersonen, sondern auch Unternehmer setzen bereits seit geraumer Zeit darauf, ihr Unternehmen im Netz zu präsentieren und auch Online-Marketing zu betreiben. In diesem Bereich sind vielfältige Berufszweige entstanden. Die Suchergebnisse bei Google und anderen Suchmaschinen beispielsweise sind heiß begehrt, bestimmen sie doch die Zahl der Unternehmens-Webseitenbesucher enorm. Dies wiederum hat nicht selten erhöhte Umsätze zur Folge. Die Schlagwörter Online-Marketing und Suchmaschinenoptimierung spielen eine wesentliche Rolle, wenn es darum geht, das eigene Unternehmen zu vermarkten. Während früher Flyer und Stempel als Marketing-Mittel eingesetzt wurden, bestimmen heute die digitalen Medien den Markt. Ausnahmen bestätigen hier natürlich wie immer die Regel und viele Kleinunternehmen, welche keinen Versandhandel anbieten, verzichten sogar bewusst auf Online-Marketing, da ihre Kunden aus dem nahen Umfeld stammen.

Digitales oder analoges Marketing?
Wenn es um die Frage geht, welche Art Marketing bevorzugt werden sollte, gilt es verschiedene Aspekte differenziert zu betrachten. Zahlreiche Unternehmer erachten analoges Marketing als enorm rückschrittlich, während andere Gewerbetreibende es immer noch bevorzugt anwenden. Sicher kommt es bei dem jeweiligen Unternehmen darauf an, welcher Branche es angehört, welche Infrastruktur vorhanden ist und ob der bestehende Kundestamm mit den Angeboten aus dem On- oder Offlinemarketing eher zu erreichen ist. Zu bedenken gilt auch, dass nicht jeder Unternehmer expandieren möchte, folglich kann er weitgehend auf digitales Marketing verzichten. In manchen Fällen wären zudem die erforderlichen Kapazitäten nicht vorhanden, um sich auf mehr Kunden und größere Lagerbestände einzulassen. Für Onlineshops hingegen stellt das Online-Marketing (digitale Marketing) eine unerlässliche Strategie dar, um auf dem Markt bestehen und gegen Mitbewerber antreten zu können.

Effiziente Marketing-Strategien
Unabhängig davon, auf welche Marketing-Strategie gesetzt wird, es gibt eine bestimmte Grundausstattung, welche jedes Unternehmen benötigt. Dazu gehören unter anderem definitiv die guten herkömmlichen Visitenkarten. Die Praxis zeigt es immer wieder, in den Geldbörsen zahlreicher Konsumenten befinden sich in der Regel immer zwei bis drei Visitenkarten. Der Nutzen liegt dabei klar auf der Hand. Visitenkarten besitzen ein handliches Format und sind dem Gegenüber, sobald Sie einmal überreicht sind, jederzeit zugänglich. Auch wenn das Netz gerade mal nicht zur Verfügung steht. Je nach Branche und Zielgruppe des Unternehmens können die Visitenkarten ein unterschiedliches Design aufweisen. Als Marketingmittel sind sie also unersetzlich für Unternehmer und Kunde. Das Gleiche gilt sicher für Firmenbriefpaper, denn sehr viel Schriftverkehr erfolgt nach wie vor immer noch postalisch. Daher benötigt ein Unternehmen ein Logo mit Wiedererkennungswert und das entsprechende Briefpapier.


Firmenstempel und Werbeflyer
Was die unterschiedlichen Marketingstrategien angeht, nutzen zahlreiche Firmen weiterhin Firmenstempel und verteilen im regionalen Bereich und auf Messen in regelmäßigen Abständen Werbeflyer. Auch hier kommt es natürlich darauf an, um welche Branche es letztendlich geht. Ein Online-Versandhandel zum Beispiel könnte auf die Flyer sicher verzichten und eher sehen, dass seine Webseite suchmaschinenkonform und kundenfreundlich gestaltet ist. Andererseits ist es nicht zu vernachlässigen was ein Flyer der in jeder Bestellung beigelegt wird an Kundenbindung hervorbringen kann. Bei der Frage, ob nun digitales oder analoges Marketing angewendet werden soll, kann gesagt werden, dass sich die jeweiligen Strategien an das Unternehmen anpassen müssen, welches gerne Werbung betreiben möchte. Oft ist es auch nicht Ratsam sich auf eine Methode zu versteifen sondern sich aus beiden die jeweiligen Kanäle herauszusuchen die das Potenzial haben die eigenen Kunden anzusprechen. Es ist also durchaus möglich, sich beider Elemente zu bedienen. Welche Elemente dies sind und in welches Maß sie wann und wo eingesetzt werden, bestimmt ein Marketing-Experte, welcher sich erst mal das Unternehmen und dessen Ziele anschaut und dann eine passgenaue Marketing-Strategie entwickelt. Wenn das Unternehmen erst kürzlich gegründet wurde und noch recht klein ist empfiehlt sich das beauftragen einer Agentur, die Ihre ganze Erfahrung mit in die Waagschale werfen kann. Sollte das Unternehmen bereits größer sein und nach einer Umstrukturierung oder aus Wachstumsgründen über Investitionen ins Marketing nachdenken empfiehlt sich darüber nachzudenken einen Marketingexperten anzustellen und diesen langfristig an das Unternehmen zu binden.

Autorenprofil
Jasmin Schmidt ist Redakteurin bei Overnightprints. Recherchen zu Branchenentwicklungen im Druckbereich, neue Drucktechnologien sowie Marketingstrategien mit Printmedien und klimaneutrale Produktion gehören zu den bevorzugten Themengebieten. www.overnightprints.at als Online Druckerei legt dabei Schwerpunkte auf ein kleines aber sorgfältig ausgewähltes Sortiment hochwertiger Printprodukte.